BURNAVENTURA
Brennende Brücken...

Brennende Brücken

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Biografie

Hi,

vielen Dank, dass Du mich auf meiner Homepage besuchst. Um Dir einen besseren Eindruck von mir als Mensch zu verschaffen, schildere ich Euch jetzt mal meinen persönlichen, menschlichen und musikalischen Werdegang.

Im Prinzip mache ich schon mein ganzes Leben lang Musik. Aber der Reihe nach...
Aufgewachsen bin ich als typisches Landei im tiefsten nordrhein-westfälischen Lipperland. Ich hatte und habe hoffentlich noch sehr lange die wunderbarsten Eltern, die man sich wünschen kann. Zur Musik wurde ich in erster Linie durch meinen Vater gebracht. Papa, Du bist schuld...!!!!!Anfangs waren das erstmal nur konzeptlose Volksmusik-Sessions (mein Vater spielt Geige, Mundharmonika und Mandriola)) im heimischen Wohnzimmer. Dann folgten zwei Jahre knallharter Blockflötenunterricht. Damals habe ich es gehasst, heute bin ich dafür sehr dankar. Mit der Zeit entwickelte ich mich dann langsam in eine andere Richtung.

Im zarten Alter von zwölf Jahren war ich dann völlig fasziniert von den geschminkten Glam-Rockern KISS. Klein Norbert war felsenfest davon überzeugt, dass diese vier Wesen von einem anderen Stern kamen. Klarer Fall... Leider ließen sich Vater und Mutter Görder nicht die Erlaubnis zu einem Konzertbesuch abringen, aber da BUTRNAVENTURA in spe`schon damals viel mit älteren Typen `rumhing, kam ich trotzdem in den Genuss, viele kleinere Konzerte in der näheren Umgebung zu sehen. Besonders beeindruckt haben mich da immer die Schlagzeuger, da sie mit ihren großen, platzeinnehmenden Musikinstrumenten so ziemlich den Mittelpunkt einer Bühne bildeten. Um meinen Schlagzeugidolen (u.a. Thommy Lee, Peter Criss, Dave Lombardo...) nachzueifern, ging das Konfirmationsgeld komplett für ein erstes Drum-Set drauf. Zuvor mussten wahlweise Töpfe, Pfannen und Waschmittelkartons als Schlagzeug dienen. Von da an war nichts mehr, wie es war. An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an meine Eltern, Geschwister und Nachbarn für die Toleranz, die sie mir entgegenbrachten. (Aber ey, ich hab`Euer Klopfen wirklich nie gehört, he, he...!!! Für mich gab es damals nur knallhart lauten Metal und sonst gar nichts.

Zu meinen damaligen Faves gehörten Maiden, Pries, Mötley Crüe, die frühen Metallica und alles, was sonst noch so auf dem Markt war. Dann, mit ca. 14/15 Jahren brach für mich ein neues Zeitalter an. Ich flog damals zum ersten Mal alleine nach London, um meine dortigen Verwandten zu besuchen. Diese holten mich dann vom Flughafen ab, verfrachteten mich in Ihr Auto und da geschah es dann.... Mein Onkel Ron steckte eine Kassette (Meat Loaf: Bat out of hell) in den Recorder und ich war wie paralysiert. Was war das für ein Erlebnis. Den einzigen Anspruch, den ich bisher an Musik gestellt hatte war der, dass sie laut und agressiv sein musste. Die Texte und der Gesang hatten mich nie interessiert, höchstens die Refrains, damit man sie mitgröhlen konnte. Diese Musik aber berührte mich auf eine Art und Weise, wie ich es vorher noch nie erlebt hatte. Ich wollte wissen, worüber singt der Typ da? Was sind das für Instrumente? Wie macht man so etwas? DAS WILL ICH AUCH!!!!!!!!!!!!!!!!<br>Auf einmal interessierte ich mich für Gesang. Ich mutierte zu einem totalen Weichei. Musik und Text konnten für mich gar nicht genug melancholisch und romantisch sein. Ok, vielleicht übertreibe ich jetzt ein bisschen... Mein damaliger Englisch-Lehrer hatte dann sehr großen Anteil daran, dass mein Musikhorizont sich drastisch erweiterte. Auf einmal entdeckte ich Sachen wie Nick Cave, Tom Waits, Marvin Gaye, Otis Redding, REM, den frühen Rod Stewart und Songwriter wie Mellencamp, Tom Petty, Bob Sseger, Dylan, Cohen, Buckley, Willy de Ville usw... Mein absoluter Held aber wurde BRUCE FUCKIN`SPRINGSTEEN!!!!! Der Mann hat mich definitiv krank gemacht. Als damals seine "Born in the USA" `rauskam, wollte ich jede Zeile seiner Texte verstehen, so dass ich mich richtig in die englische Sprache `reinkniete. Der Song "Bobby Jean" auf dem Album hat mich dann das erste Mal in meinem Leben (und ich weiß, viele werden jetzt lachen und sich darüber lustig machen, aber leck m....) so gepackt, dass ich in meinem Zimmer saß und heulte. In dem Song singt der Boss (für die Jüngeren unter Euch: "Boss" nannte und nennt man Bruce, weil er eben genau das ist, fertig!!!) für einen Kumpel, der abgehauen ist und der die Frechheit besaß, sich nicht mal von seinem Kumpel Bruce zu verabschieden. Bruce` seine Hoffnung ist halt, dass sein Kumpel das Stück irgendwo im Radio hört usw... Ist das nicht wunder wunderschön? Das Ding für mich war halt, dass ein damaliger, etwas älterer Jugendfreund von mir mich eines Sonntags anrief, um mir mitzuteilen, er sein in Hamburg und wollte sich nur von mir verabschieden. Er ist einfach ausgestiegen, und ich habe bis heute nichts von ihm gehört. Deshalb hat mich der Song so berührt. Mein Traum ist, so etwas mit meiner eigenen Musik auh zu erreichen, eben das irgendjemand tief im Inneren berührt wird und ein einfaches Lied für ihn zu einem Freund fürs Leben wird. Glaubt mir eins: Musik hat heilende Kräfte, Amen!!!!
Ein positiver Nebeneffekt für mein Interesse an den Texten meiner Helden war, dass sich meine Englischzensur, die sich im ersten Halbjahr auf dem Gymnasium noch als ein "mangelhaft" erwies, schlagartig verbesserte auf "gut bis sehr gut". Dieser oben bereits erwähnte Englischlehrer (seinen Namen verschweige ich absichtlich) nahm mich dann auch mit nach Frankfurt ins Waldstadion zum Springsteen-Konzert. Waaaaahnsinn!!!!!!!!! Der Typ hat über vier Stunden gespielt, und es wurde zu keiner Sekunde langweilig. Das ist bis heute für mich die Messlatte. Da sollten sich alle eine Scheibe von abschneiden, die sich auf eine Bühne wagen.

Gedankenprung: Später mochte ich dann auch Bon Jovi, Southside Jonny and the Asbury Jukes, Little Steven, weil die halt alle aus Springsteens Dunstkreis stammten. Jetzt kamen die ersten Bands bei denen ich zuerst noch Drums spielte, später dann sang und Gitarre spielte. Ich schrieb meine ersten Songs.

Kleine Nebengeschichte: Ich nahm damals mal für ein halbes Jahr Gitarrenunterricht und gab meine erste Stunde, nachdem ich einen Tag zuvor meine erste Stunde selbst erhalten habe. Das Mädchen, welches ich damals unterrichtete, kam mir dann aber sehr schnell auf die Schliche...

Ok, wo war ich stehengeblieben? Die ersten Bands, viel live gespielt, Demos aufgenommen, `rumgehurt und gesoffen. War alles ziemlich geil, aber es hat mich nie richtig weitergebracht. Das Problem war, das alle meine Mitspieler Musik immer nur als einen Zeitvertreib und Hobby angesehen haben. Für mich war das aber immer viel mehr. Für die anderen waren Freundinnen, etc. immer wichtiger. Für mich gab es nur die Musik. Schon damals nahm ich immer meine eigenen Songs auf, weil viele meiner Stücke nicht zu den Bands passten, in denen ich spielte. Das waren i.d. Regel immer recht konservative Rockgruppen, die Experimenten gegenüber immer eher negativ gegenüberstanden. Ich weiss noch, wie ich das erstemal im Proberaum zu rappen anfing. Da schauten mich vier weit aufgerissene Augenpaare an, als ob ich nun endgültig in die Klappsmühle gehörte. Da ich aber zu der Zeit immer mehr unterschiedliche Arten von Musik hörte, vor allem immer mehr Hip-Hop, Soul und Funk (James Brown.....) und sogar einige Hardcore-Country-Sachen (J.Cash RIP) wollte ich die Einflüsse halt auch in meine eigene Musik mit einbringen. Ich kann mich sogar daran erinnern, ein Free-Jazz-Konzert besucht zu haben, zugegeben nur, weil meine damals angehende Freundin dahin und ich sie anschließend `rumkriegen wollte. Was soll ich sagen, die 2 1/2 Stunden Gehörfolter haben sich dann ausgezahlt...he,he,he!!! Leider lief ich damals oft mit dem Kopf vor die Wand, da die Musikindurstrie ja möglichst immer nur Acts unter Vertrag nahm, die sie in eine passende Schublade stecken konnte. Bloß keine Eigenständigkeit und keinen Stilmischmasch, welchen man dem Musikhörer dann erst mal noch verkommunizieren muß. Da ich aber einen ziemlichen Dickkopf habe, was meine Musik angeht, bin ich da sehr lange Zeit abgeblitzt. Ich meine, es gibt so geile Leute wie Beck Hansen oder damals (`verdamp lang her...) auch so Vorreiter wie Dan Reed Network, welche, nebenbei bemerkt, nie die Anerkennung erfahren haben, die sie eigentlich verdient hätten, wie im Gegensatz dazu die genialen Beastie Boys, deren "License to ill"-Album für mich nach wie vor einen Meilenstein darstellt.
Diese Leute haben den Weg bereitet für Künstler wie Kid Rock/Uncle Kracker, Jamiroquai, Lenny Kravitz, Outkast, Everlast, Run DMC und natürlich einer meiner absoluten Helden Wycleaf Jean. All diese Typen vermischen auf Ihre Art und Weise die unterschiedlichsten Arten von Musik... und das ist geil. Ich meine, wo steht geschrieben, das so etwas nicht geht. Aktuell stehe ich derzeit auf das neue Album von Bubba Sparxxx. Der Kollege bringt auch einiges an unterschiedlichen Einflüssen unter einen Hut. Anyway, ich komme ein bisschen vom Thema ab.

Irgendwann kam dann mal eine Zeit, in der ich sehr frustriert war. Das kam dadurch, daß man nach der Schule dann in einen Beruf mußte, zu dem man keinen Bock hatte und die Umwelt einen nervte mit Sprüchen wie "Junge, nun werd` doch endlich vernünftig und sieh die Musik als ein Hobby an..." Zugegeben, ich habs versuch und mir jahrelang eingeredet, ich will das nicht. Aber schade, schade, schade... ICH WILL DAS DOCH!!!!! Besser gesagt, ich kann nicht anders, sonst gehe ich kaputt!
Zu der Zeit lernte ich, Gott sei Dank, über eine Zeitungsanzeige Michael Lent kennen, welcher bis heute mein bester Kumpel und musikalischer Partner ist. Wir schreiben alle Songs gemeinsam. Musikalisch gesehen, hat er eher einen Dance/R%26B Background, aber irgendwie finden sich unsere Geschmäcker immer wieder zusammen, obwohl es manchmal auch ganz gehörig kracht. Gott sei Dank geht es uns Beiden dabei immer nur um die Musik und nicht um persönlcihe Dinge. Unser Motto: Hauptsach´is`, am Ende isses geil!!!!<br>Unter dem namen NGML veröffentlichten wir zwei CD`s (2000 to go und Basement Music). Die Texte waren damals noch in englisch, aber ich fing gerade an auf deutsch zu texten, da ich einfach in englisch immer das Gefühl hatte, nicht authentisch zu klingen. Beeinflußt haben mich in erster Linie Leute wie Xavier (natürlich an erster Stelle), Laith al Deen, Rosentstolz, J-Luv, Purple Schulz, Grönemeyer, Ferris MC, Curse, Stoppok, Sammy de Luxe, Wolf Maahn, Edo Zanki und Rolf Stahlofen. Im Prinzip wollte ich als Sänger immer gerne klingen, wie eine Mischung aus R. Kelly und Seal mit Rap-Einflüssen, aber halt nur auf deutsch. Leider hatte ich lange Zeit immer die Angst, als Schlagerfuzzi abgestempelt zu werden, wenn man ruhige Sachen singt. Aber mitlerweile hat sich diese Diskussion gelegt und ich glaube, zwischen BURNAVENTURA und Jürgen Drews beispielsweise liegen Welten. Wobei ich sagen muss, dass ich persönlich kein Problem mit Schlager habe. Ich meine, hört Euch englischsprachige Pop- Musik an, übersetzt die Texte und wenn Euch da teilweise nicht das Kotzen kommt, dann dürftet Ihr auch kein Problem mit deutschem Schlager haben. Ich könnte mir zwar nicht vorstellen, selber ein "Hossa, Hossa" zu bringen, aber jeder, der seine Musik mit Herzblut und Überzeugung macht, hat meinen Respekt. Wo steht denn auch geschrieben, dass nur knallharte Rocker und coole Rapper ehrliche Musik machen? Ich kenne Leute, die sich für ihre Musik den Arsch abarbeiten. Die machen Schlager, Volksmusik und lieben, was sie tun. Also, denkt nach, bevor Ihr über andere urteilt. Wo war ich stehengeblieben?

Ach ja, meine ersten Gehversuche mit deutschsprachigen Songs. Diese ganzen Credibillity-Gelaber-Klugscheisser gehen mir sowieso auf den Keks. Jungens, wenn Ihr Euch erstmal jahrelang mit drittklassigen Call-Center-Jobs über Wasser gehalten( und das ist noch die beste Alternative, über alles andere legen wir hier lieber mal den Mantel des Schweigens), im Studio im Schlafsack unterm Mischpult geschlafen habt, ein paar Instrumente gelernt, nicht nur ein bisschen sprechsingt, sondern wirklich singt, dann können wir uns gerne nochmal unterhalten. Bis dahin... vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit und Interesse!!!!!! Die ersten beiden deutschen Stücke die ich schrieb, waren "Liebe macht blind" und "Nicht allein". Die beiden Lieder erzählen eine zusammenhängende Geschichte, aber mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn sie sind wirklich sehr, sehr persönlich.

So, im August /September 2003 brachten wir dann unsere erste deutschsprachige 6-Song-CD mit dem Titel "Hast du keine Seele?" heraus. Damals waren wir noch offiziell als Duo, mit dem Bandnamen BURNAVENTURA unterwegs. Wir absolvierten einiges an Auftritten, bemühten uns, manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich um Radio-Einsätze und Zeitungsartikel und absolvierten auch erste Fernsehauftritte, u.a. auch im WDR mit zwei "unplugged" Songs.<br>Eigentlich lief alles ganz gut an. Wir drehten auch im Dezember 2003 unser erstes Video zu dem Song "Nicht allein". Natürlich alles selbst finanziert und organisiert, weil wir halt alles gerne in eigener Hand behalten wollten. Wenn's dann scheiße ist, können wir damit leben.

Dann gab es ein Problem, als Michael mir zum Jahreswechsel hin eröffnete, daß er keine Lust mehr hat, BURNAVENTURA in der Öffentlichkeit zu vertreten. Er will halt einfach nicht "rumtingeln" und nur noch im Hintergrund arbeiten. Das war natürlich für mich erstmal ein Schlag ins Gesicht. Immerhin hatten wir ja schon ein bißchen was geschafft und es bestand definitves Interesse bei einigen größeren Plattenfirmen... und dann so was. Nebenbei hatten wir ja auch schon einiges zusammen durch die Musik erlebt, Spass gehabt, und wir werden wohl einige von diesen Geschichten besser als Geheimnisse mit ins Grab nehmen!!!!!!<br>Aber selbstverständlich respektiere ich Michaels Entscheidung. An unserer Zusammenarbeit ändert das sowieso nichts. Wir schreiben weiterhin alle Songs zusammen und bleiben genau das Team, das wir schon immer waren. Er will halt lieber unerkannt im Hintergrund bleiben und sich um die Musik und andere Belange kümmern, wie z.B. Büroangelegenheiten, die Homepage pflegen und vieles mehr. Fakt ist, Michael ist genausoviel BURNAVENTURA wie ich. Außerdem arbeiten wir ja auch als NGML Music an anderen Prodjekten und mit anderen Künstlern zusammen.<br>So, da stand ich dann Anfang 2004 plötzlich als Solo-Künstler da. Aus der Not eine Tugend machend, überdachte ich noch einmal mit Michael zusammen die Situation und wir kamen zu dem Schluss, daß diese Entwicklung vielleicht gar nicht so schlecht ist. Wir nahmen uns einfach nochmal die Zeit, uns um das zu kümmern, was wirklich wichtig ist, nämlich die Musik. Wir schrieben einen Haufen neuer Songs, verwarfen davon wieder viele und haben jetzt das richtige Material zusammen, um demnächst ein komplettes Album herauszubringen. Ich halte die neuen Songs für die besten, die wir bisher gemacht haben. Jeder Text und jede Note kommen direkt aus dem Herzen. Ich, bzw. wir können nur hoffen, daß es Euch gefällt.

Bis bald!!!!!!!!!

 
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